Was uns antreibt

Für unsere Gesundheit und für unsere Lebensgrundlage braucht es ein Umdenken in unserem Lebensstil und in unserem Konsumverhalten. Um auch für die nächste Generation noch gutes Wasser,  einen fruchtbaren Boden und saubere Luft zur Verfügung zu haben, ist es notwendig, weniger Pflanzenschutzmittel und Düngemittel in den Boden zu bringen, weniger Gülle auszubringen, dafür weniger Tiere zu halten, weniger Druck in Form von schweren Maschinen auf den Boden auszuüben und weniger Rohstoffe (synthetischen Dünger, fossile Kraftstoffe, etc.) zu verbrauchen.

Ökologischer Landbau darf per Gesetz keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel- und Düngemittel einsetzen, ebenso ist der Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen und Organismen verboten. In der ökologischen Landwirtschaft haben die Tiere mehr Platz. Auslauf und Frischluft für die Tiere sind verbindlich gefordert.

Die Produktion nach den Richtlinien des Ökolandbaus erfordert mehr Zeit für Pflanzen und Tiere und mehr Personaleinsatz, um die sozialen und ökologischen Vorgaben zu erfüllen. Das schlägt sich auch im Preis nieder, was viele Menschen davon abhält, Biolebensmittel zu kaufen. Wir setzen uns deshalb für eine veränderte EU-Agrarpolitik ein, die vorrangig eine Landwirtschaft fördert, die das Klima und die Umwelt schützt. Dadurch könnten Bio-Lebensmittel im Verhältnis zu anders erzeugten Produkten günstiger angeboten werden.

Uns ist wichtig, dass Bio kein Luxusprodukt ist, das sich nur Menschen mit hohem Einkommen leisten können. Gesundheit und Naturschutz darf nicht vom Einkommen abhängen, deshalb sind unsere Informations- und Bildungsangebote grundsätzlich kostenfrei. Wir finanzieren unsere zahlreichen Projekte, z.T. über Landes- oder Bundesgelder, z.T. über Spenden und andere Drittmittel.

Um einer gesunden Ernährung, einer am Gemeinwohl orientierten Landwirtschaft  und einem „barrierefreien“ Zugriff auf ökologische Produkte näher zu kommen, setzen wir uns  gemeinsam mit dem ABB (Agrarpolitisches Bündnis Bremen)  für den Einsatz bio-regionaler Angebote in öffentlichen Kitas, Schulen, Krankenhäusern, Kantinen und im Studierendenwerk ein. Die Umstellung der Verpflegung auf Bio in kommunalen KiTas, Schulen und Krankenhäusern wurde am 06.02.2018 vom Senat beschlossen und mit dem Aktionsplan 2025 (Link zu www.biostadt.bremen.de/ueber_uns/aktionsplan_2025-9286) festgeschrieben. 

Unser Ziel ist es, die Bremer Verbraucher*innen für die Vorzüge von bio-regionalen Produkten und nachhaltiger Ernährung zu sensibilisieren. Dafür organisieren wir z.B. Ausflüge zu spannenden Biohöfen in Bremen und umzu, zu Vermarktungs- und Verarbeitungsbetrieben, die ihre Produktion offen legen und gerne Auskunft geben.

Raus auf den Bauernhof geht’s nicht nur für Erwachsene, gerade Kindern möchten wir einen lebendigen und nachhaltigen Eindruck vom Leben mit Kühen, Hühnern, Wiesen, Weiden, Getreidefeldern und Milchtanks vermitteln, indem wir mit ihnen die Biohöfe aufsuchen.