... von Lebensmitteln und ihren "Verpackungen"

In Zeiten von Ganztagsschulen und zunehmender Mobilität, die schon bei den Kleinsten beginnt, spielt Convenience bzw. Unterwegs-Essen eine zunehmend große Rolle in der Ernährung von Familien und damit auch in der Ernährung von Kindern. Damit einher geht auch die Zunahme des Konsums von in Plastik verpackter Nahrung.

Diese und andere Plastik-Kunststoffe führen zunehmend zu Problemen von Mikroplastik in Oberflächengewässern und Böden, abnehmenden Erdölressourcen und sind aufgrund ihrer Produktion Treiber des Klimawandels. Deshalb ist es aus unserer Sicht notwendig Kinder schon früh für die Problematik von in Plastik verpackten Lebensmittels (und anderen Plastik-Gegenständen des Alltags) zu sensibilisieren.

Dies soll im Rahmen des Projekts durch zwei Module geschehen. Die Lehrer*innen und Schüler*innen können gemeinsam entscheiden, welche zwei der vier angebotenen Module für die Gruppe am besten passen. Die Klasse nimmt dabei an je mindestens einer Einheit zum Thema „Unsere Lebensmittel“ (Exkursion Bio-Bauernhofbesuch oder Brotdosen-Check) und einer Einheit „Plastikverpackungen und unsere Lebensmittel“ (Exkursion Markt-Rallye oder Herstellen von Verpackungsalternativen) teil, mindestens eine Einheit muss eine Exkursion darstellen.

Bildungseinheit "Unsere Lebensmittel"

MODUL 1) Exkursion: Bauernhofbesuch mit allen Sinnen für bremische Schulkinder der 3. und 4. Klassen (Dauer: 1,5 - 3,5h)

Aufgrund von Urbanisierung, Dezentralisierung der Lebensmittelproduktion und Digitalisierung fehlt den meisten Kindern (und Erwachsenen) ein realer Bezug zur Basis ihres Lebens, der landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion. Allzu oft sind Bilder dazu geprägt durch romantisierende Bilderbücher, Werbung oder Filme, entsprechen jedoch nicht der Realität. Häufig fehlt den Kindern das Naturwissen, um die im Boden wachsende Pflanze mit den Lebensmitteln auf dem Teller überein zu bringen, so der Jugendbericht Natur 2016. Zeitgleich müssen Kinder in Zeiten von Klimawandel, verunreinigtem Trinkwasser und Übergewicht die Möglichkeit bekommen, diese Zusammenhänge real und mit allen Sinnen zu erfahren und sich so Wissen u.a. im Sinne der SDGs 4, 12 und 13 anzueignen.

Im Rahmen dieses Projekts soll bei den Hofbesuchen ein Schwerpunkt darauf liegen, wie Lebensmittel bereits durch ihre eigene „Verpackung“, nämlich Pelle, Schale oder Haut geschützt sind oder wie sie plastikfrei verpackt werden können. Die Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, diese Zusammenhänge der lokalen, nachhaltigen und klimafreundlichen Lebensmittelproduktion und -verarbeitung mit allen Sinnen, viel Spaß und in einer ungezwungenen Lernatmosphäre kennenzulernen.

MODUL 2) Unterrichtseinheit: Brotdosen-Check - Was ist drin, wo kommt es her und wie ist es verpackt? (Dauer: 1,5h)

Dieses Modul findet in der Schule statt und greift wie die Hofbesuche die Thematik der Herkunft und Produktion unserer Lebensmittel auf. Dies geschieht zum einen zu Beginn anhand eines Spieles „wo kommen unsere Lebensmittel her“ und zum anderen durch den „Brotdosen-Check“. Bei letzterem bekommen je zwei Kinder gemeinsam Frühstücksboxen, die verschiedene Lebensmittel-Beispiele (als laminierte Kärtchen) enthalten, welche zusätzlich verpackt sind. Die Kinder-Paare tauschen sich dann darüber aus, welche Nahrungsmittel in den Dosen sind, wo sie herkommen und wie sie „verpackt“ sind (also auch warum viele Lebensmittel eigentlich keine zusätzliche Verpackung benötigen). In der Großgruppe wird im Anschluss spielerisch auf die vorher gemachten Erkenntnisse eingegangen und es werden Ideen für alternative „Verpackungen“ gesammelt.

Bildungseinheit "Lebensmittel und alternative Verpackungen"

MODUL 3) Exkursion: Rallye über einen bremischen Markt oder durch Unverpackt-Läden der Stadt (Dauer: 2h)

Je nach geographischer Lage der Schule findet diese entweder auf einem bremischen Markt oder in einem der bremischen Unverpackt-Läden statt. Die Rallye hat dabei zum Ziel die Erkundung von Orten, an denen es regionale, saisonale sowie unverpackte Lebensmittel gibt, um den Kindern positive Alternativen für weniger oder nicht in Plastik verpackte Produkte aufzeigen zu können. Dazu bekommen die Kinder während der Rallye verschiedene kleinere Aufgaben gestellt. Die Ergebnisse werden in der Großgruppe gesammelt und ausgewertet.

MODUL 4) Unterrichtseinheit: Herstellen von Verpackungsalternativen (Bienenwachstücher bzw. -beutel oder Einkaufsbeutel aus alten mitgebrachten T-Shirts) (Dauer: 2h)

Besonders beim Ein- bzw. Abpacken von Frühstücksbroten bzw. Snacks für Schulkinder wird noch sehr häufig auf Frischhaltefolie zurückgegriffen. Es gibt jedoch verschiedene Mehrwegverpackungen, welche ressourcenschonender und damit umweltfreundlicher sind. Die Vermittlung von plastikfreien Lebensmittelverpackungen steht im Mittelpunkt dieser Einheit.

Kinder lieben es Sachen selbst herzustellen. Aus diesem Grund soll den Kindern mit der einfachen und kostengünstigen Herstellung von Bienenwachstüchern bzw.- täschchen oder Einkaufsbeuteln tolle Verpackungsalternativen gezeigt werden. Diese werden aus Stoffresten (Bienenwachstücher/-beutel) und aus alten T-Shirts (Einkaufs- bzw. Brotbeutel) hergestellt.

 

Kosten:Kosten: 2,50 – 5,-€ (abhängig vom gebuchten Modul)

Altersstufe: 3.-4. Klassen

Bildungsplanbezug: Alltag (Essen & Trinken); Freizeit (Haustiere & Freizeit); Natur und Umwelt (Jahreszeiten, Wetter, Tiere), Lernfeld Natur (Keimung, Wachstumsbedingungen und Fortpflanzung am Beispiel einer Nutzpflanzenart beschreiben und Beispiele für deren Weiterverarbeitung nennen; Lernfeld Arbeit, Wirtschaft und Konsum (Beispiele für sozial und ökologisch verantwortliches Konsumverhalten nennen)

 

Wenn Sie mit Ihrer Schulklasse am Projekt teilnehmen möchten, melden Sie sich gerne bei:

Anne Emden, 0421-3499077
a.emden (at) verein-sozialoekologie.de

 

........................................................................................................................................................................................................................................................................................................

Das Projekt wird gefördert durch BINGO! Die Umweltlotterie